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WIRBELGLEITEN


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Wirbelgleiten / Instabilität

Das Wirbelgleiten / Instabilität (Spondylolisthese) ist häufig eine verdeckte Ursache von länger andauernden Rücken- und Beinschmerzen.

Die Ursache des Wirbelgleitens kann anlagebedingt sein oder im Laufe des Alters auftreten, also degenerativ begründet sein. Hierbei bestehen anfangs häufig Schmerzphasen unterschiedlicher Dauer und Intensität, denen Phasen der völligen Beschwerdefreiheit folgen können. Kommt es im Laufe der Zeit zur Zunahme des Wirbelgleitens, nehmen insbesondere die Schmerzen unter körperlicher Belastung zu. Auch die Dauer der Schmerzphasen sind dann zunehmend. Neben den starken Schmerzen können auch Gefühlsstörungen oder Lähmungserscheinungen in den Beinen auftreten.

Sind die Beschwerden länger andauernd, sollte neben einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch eine gründliche Untersuchung erfolgen. Ferner sind dann bildgebende Untersuchungen einzuleiten, wobei spezielle Röntgenaufnahmen und eine Kernspintomographie die Basis bilden. Ergänzend ist ggf. auch eine Computertomographie notwendig.

Ist die Ursache erkannt, sollte je nach der Ausprägung der Beschwerden zuerst ein konservativer Behandlungsversuch unternommen werden. Dies beinhaltet über einen längeren Zeitraum eine gezielte Krankengymnastik, welche die Stärkung der Rückenmuskulatur zum Ziel hat. Dieses Vorgehen kann durch spezielle schmerztherapeutische Ansätze unterstützt werden.

Ist durch alle getroffenen Maßnahmen keine zufriedenstellende und anhaltende Schmerzbesserung zu erreichen, so ist eine Operation anzuraten. Hierbei wird durch eine schonende OP-Technik das Wirbelgleiten aufgehoben und die Wirbel werden stabilisiert.

Die Operation wird unter dem Operationsmikroskop durchgeführt. Auch hier sind die Zeiten der großen Schnitte vorbei. Ferner werden die anatomischen Strukturen nach Möglichkeit maximal geschont. Nach der Operation schließt sich eine konsequente Krankengymnastik oder auch eine Rehabilitation an. Es erfolgen regelmäßige Kontrolluntersuchungen, so daß der Weg der Genesung längerfristig begleitet wird.